Schule mit Courage

27.05.2020 CJD Bodensee-Oberschwaben « zur Übersicht

GMS Bergatreute erhält Anerkennung zur Schule ohne Rassismus - Respekt Coach Fatma Walther-Abdeldaiem vom CJD, Schulsozialarbeiterin Sarah Schuler und Schülerinnen der Klasse 10 sensibilisieren für wichtiges Thema

Aufgrund der Initiative von Respekt Coach Fatma Walther-Abdeldaiem vom CJD und der Schulsozialarbeit mit Sarah Schuler haben sich einige Schülerinnen der Klasse 10 der GMS Bergatreute auf den Weg gemacht und das Thema Rassismus in den verschiedenen Klassenstufen der Schule auf die Tagesordnung gesetzt. In kurzen Vorträgen wurden die Mitschüler*innen dahingehend sensibilisiert, was man alles machen kann, um aktiv gegen Rassismus vorzugehen. Zuvor hatte Fatma Walther-Abdeldaiem die Zehntklässler der Schule über das bundesweite Schulnetzwerk "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" informiert.

Wenn eine Schule ausgezeichnet werden möchte, muss sich die Mehrheit der Schüler*innen in einer Selbstverpflichtung darauf einigen, aktiv gegen Rassismus an der Schule vorzugehen. Von dieser Grundidee konnten viele der Schüler*innen, Lehrer*innen und Mitarbeitenden der GMS Bergatreute von der "Aktivgruppe", die sie darüber informierte, überzeugt werden. Mit rund 270 Unterschriften haben dann über 80 Prozent der am Schulleben beteiligten Menschen der Selbstverpflichtung zugestimmt. Im Schreiben vom 26. März wurde die GMS von der Bundeskoordination des Schulnetzwerks als "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" anerkannt.

Bevor Corona nicht nur den Schulbetrieb im Allgemeinen, sondern auch die Angebote der Schulsozialarbeit und der Respekt Coaches für längere Zeit zum Erliegen gebracht hat, standen die Angebote in diesem Schuljahr hauptsächlich unter dem Stern von Prävention, Selbstwertstärkung und der Arbeit mit den Mädchen der Klassen 7-9. So waren zuletzt an der GMS Bergatreute die ehemalige Kriminalkommissarin Frau Dirolf aus Überlingen und die Tanz- und Kunsttherapeutin Frau Burr zu Besuch. Frau Dirolf erarbeitete mit den Mädchen der beiden 9. Klassen über einen Vormittag hinweg Verteidigungsmaßnahmen und -möglichkeiten für Übergriffe jedwelcher Art und machte den Vormittag durch Beiträge aus ihrer langjährigen Kriminalpraxis hochspannend und sehr kurzweilig. Ein weiterer Workshop für die Mädchen aus den Klassenstufen 7 und 8 ist bereits geplant.

Sehr lebendig und vielfältig wurde der Vormittag durch Frau Burr gestaltet, die 20 Mädchen mit Musik, Kreativem und viel Bewegung begeisterte und stärkte. Parallel hierzu hatten die Jungs der beiden Parallelklassen die Möglichkeit, sich in der Sporthalle unter Anleitung von Herrn Wendler im Programm "Fighting for Tolerance" zu messen und auszupowern. Auch hier ist ein Folgetermin bereits ins Auge gefasst. Allen Beteiligten sagen wir an dieser Stelle herzlichen Dank für ihr Engagement und wünschen trotz der besonderen Umstände viel Erfolg bei ihrer Arbeit in der kommenden Zeit.

Text: Schwäbische Zeitung