Gesundheit für Migrantinnen

13.07.2022 CJD Bodensee-Oberschwaben « zur Übersicht

Beim Internationalen Frauengesundheitstag in der Familienbildungsstätte Kirchheim/Teck konnten sich Migrantinnen über das deutsche Gesundheitssystem informieren und bekamen Tipps zur persönlichen Gesundheitsvorsorge. Ursprünglich war die Veranstaltung innerhalb der Frauenkulturtage 2020 geplant und musste dann aber auf ungewisse Zeit verschoben werden.

Die Veranstalterinnen vom Kreisdiakonieverband im Landkreis Esslingen, dem CJD Kirchheim/Teck und dem CJD Ravensburg, der Beratungsstelle CHAI und der Familienbildungsstätte fanden nun den idealen Zeitpunkt. Nachdem die Kinder im Kinderprogramm gut angekommen waren, gab es Vorträge zum Thema in einfachem Deutsch und mit Übersetzung in die ukrainische Sprache.

Bei einem gesunden Mittagessen, das in der Familienbildungsstätte frisch zubereitet wurde, gab es viel Zeit, sich miteinander über Fragen zur Gesundheit und dem Leben in Deutschland auszutauschen. Am Nachmittag konnte jede Frau an zwei Workshops teilnehmen. Bei den Internationalen Tänzen stand der Bewegungsaspekt im Vordergrund: Mit passender Musik und guter Anleitung konnten selbst schwierige Schrittfolgen erlernt werden. "Das ist auch gut für den Kopf", waren sich die Workshop-Teilnehmerinnen, bei denen vor allem der Sirtaki gut ankam, einig.

Im Workshop "Entspannung und Yoga" kamen die Frauen zur Ruhe. Sie ließen alles Belastende hinter sich und empfanden Harmonie. Viele wären sehr gerne noch länger in dieser Ruhephase geblieben, denn in ihren beengten Wohnverhältnissen oder Gemeinschaftsunterkünften haben sie dazu kaum eine Möglichkeit. Für Frauen, die Fragen zu gesunder Ernährung hatten, gab es einen Workshop mit einer Ernährungsberaterin. "Was muss ich essen, damit ich fit bleibe und wie kann ich für meine Kinder gesund kochen?" Auf diese und weitere Fragen gab die Referentin hilfreiche Tipps.

Im Kreativworkshop wurden mit unterschiedlichen Farben Körperbilder gefertigt. Hier unterstützte eine Kunsttherapeutin die Migrantinnen dabei, ihre momentanen Gefühle im Malen auszudrücken. Dabei entstanden eindrucksvolle, lebensgroße Kunstwerke. Am Ende eines abwechslungsreichen und informativen Tages gingen die Frauen ein klein wenig unbeschwerter in ihren Alltag zurück.