"Berufseinstiegsbegleitung-Bildungsketten" und 
"Berufseinstiegsbegleitung § 49 SGB III"

Schatzsuche statt Nachbesserung

Ein guter Schulabschluss ist die Basis für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben. Manche Jugendlichen tun sich schwer, diese Hürde zu nehmen. Zum einen aus sprachlichen, jedoch manchmal auch aus persönlichen oder familiären Gründen. Sie brauchen in dieser Hinsicht besondere Hilfe.

Um diese Unterstützung leisten zu können, wurde im Jahr 2009 bundesweit das Modellprojekt „Berufseinstiegsbegleitung“ an zunächst 1000 Schulen eingeführt und sukzessive in den Folgejahren ausgedehnt. Mittlerweile nehmen bundesweit ca. 30.000 Schülerinnen und Schüler an dem Projekt teil, die von mehr als 2000 Berufseinstiegsbegleitern individuell betreut werden. Seit 2012 ist das Projekt gesetzlich im Sozialgesetzbuch III verankert.

Die Förderung der Jugendlichen beginnt bereits in der 8. Klasse und endet ein halbes Jahr nach Beginn einer Ausbildung oder spätestens 24 Monate nach dem Verlassen der allgemeinbildenden Schule. 

Die Teilnahme bei der Berufseinstiegsbegleitung ist freiwillig und kostenlos, erfordert  jedoch von Teilnehmenden und deren Eltern die Bereitschaft, zusätzliche Angebote und Gesprächstermine verbindlich wahrzunehmen.

Dabei ist eine großflächige Netzwerkarbeit mit vielen Akteuren angesagt:

  • Kooperation mit der Berufsberatung
    Die Berufseinstiegsbegleiter stehen in ständigem Kontakt mit der Berufsberatung und stimmen die verschiedenen Förderschritte gemeinsam ab.
  • Kooperation mit den regionalen Betrieben
    Die Berufseinstiegsbegleiter stellen Kontakte zu den regionalen Betrieben her, um Praktikums- und Ausbildungsstellen zu akquirieren.
  • Kooperation mit den Schulen
    Das Förderkonzept der Berufseinstiegsbegleitung wird in das bereits an den Schulen vorhandene Unterstützungsangebot eingebunden.

Die Ziele im Einzelnen:

  • Schulabschluss erreichen
  • Berufsorientierung/ Berufswahl
  • Ausbildungsplatzsuche
  • Den Übergang von Schule in Ausbildung begleiten
  • Ausbildungsverhältnis stabilisieren

 Zielerreichung durch:

  • Individuell zugeschnittener Begleitung
  • Kompetenzanalyse und Soll-Ist-Vergleich
  • Lernunterstützung
  • Orientierungs-Projekte in Kooperation mit regionalen Arbeitgebern
  • Erarbeitung von Realisierungsstrategien
  • Aktivem Bewerbungs- und Verhaltenstraining
  • Elternarbeit
  • Ausbildungsmarktanalyse

Die Berufseinstiegsbegleiter des CJD Bodensee-Oberschwaben arbeiten an folgenden Schulen in Zusammenarbeit mit den Berufsberatern der Agentur für Arbeit:

  • Bildungszentrum Markdorf
  • Bildungszentrum Salem
  • Grund- und Werkrealschule Stockach
  • Johann-Peter-Hebel-Schule Singen
  • Beethovenschule Singen
  • Waldeck-Schule Singen
  • Kuppelnauschule Ravensburg
  • Schussentalschule (Förderschule) Weingarten
  • Förderschule St. Christina Ravensburg
  • Uhlandschule Tettnang
  • Schulzentrum Schreienesch Friedrichshafen/Ailingen
  • Ludwig-Dürr-Schule Friedrichshafen

Dabei werden insgesamt rund 200 Schüler und Schülerinnen von vierzehn Berufseinstiegsbegleiter/innen betreut.

Das Projekt „Berufseinstiegsbegleitung - Bildungsketten“ läuft bis 31.08.2015 (mit Option einer Verlängerung) und wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und in Zusammenarbeit mit der Berufsberatung der Agenturen für Arbeit umgesetzt.

Das Projekt „Berufseinstiegsbegleitung §49 SGB III“ läuft bis 31.07.2017 (mit Option einer Verlängerung) und wird durch die Agentur für Arbeit und das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Besonderheit ist die gesetzlich festgelegte fünfzigprozentige  Kofinanzierung durch die Länder, die jedoch derzeit durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales getragen wird.

Ansprechpartnerin / Ansprechpartner